Beim „public radio“ WNYC in New York gibt’s offenbar eine Show, die „Radio Lab“ heisst. Sie sagt von sich selber:

Radio Lab is an investigation. Each episode is a patchwork of people, sounds, stories and experiences centered around One Big Idea. On RadioLab, science bumps into culture… information sounds like music. Who is it for? Radio Lab is designed for listeners who demand skepticism but appreciate wonder, who are curious about the world but who also want to be moved and surprised.

Klingt spannend. Bei Gelegenheit mal reinhören! Der Gedanke gefällt mir:

science bumps into culture… information sounds like music

Nach ein paar Minuten der Show mit dem Titel „Space“ muss ich sagen: Yeah, you can do it!

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Musste im Script einen Fehler korrigieren, damit URLs der News von Deutschlandradio zwischen 0 und 9 Uhr morgens (04, nicht 4!) und von xx:30 bis xx:59 stimmen. Ich sag’s ja: Alpha-Release!

Die Online-Abteilung des Bayrischen Rundfunks tüftelt offenbar auch mit Applescript rum. Rausgekommen ist dabei etwas namens „Podcastmixer„:

Der Podcast Mixer stellt aus den Wiedergabelisten von iTunes und den vorhandenen Podcasts eine eigene Wiedergabeliste nach einstellbaren Regeln zusammen. Sie können sich so zum Beispiel ein Musik-Album und zwischen den einzelnen Stücken einen Beitrag aus einem Podcast anhören.

Natürlich lassen sich auch reine Musik-Wiedergabelisten mischen. Oder nur verschiedene Podcasts. Sie bestimmen, wie häufig hintereinander ein Titel aus einer Wiedergabeliste/einem Podcast gespielt werden soll und nach welchen Kriterien die Reihenfolge bestimmt werden soll. Der Rest geht automatisch. Sie bekommen dann ein abwechslungsreiches Programm aus ihrer Lieblingsmusik und den interessantesten Infos – für zu Hause oder mit dem iPod für unterwegs.

Und so sieht dessen GUI aus:
GUI Podcastmixer

Unser Applescript, das – via iCal – zu frei wählbaren Zeiten in den Musicstream, den Du grad hörst, Wortelemente einblendet, hab ich grad um eine Option ergänzt: aktuelle Nachrichten! Der Kalender muss jetzt „latest.news“ heissen und als zusätzlichen Eventnamen (neben den bisherigen) gibt’s „dradionews“. Heisst ein Event so, wird zu seiner „Alarmzeit“ das aktuellste verfügbare Bulletin der stündlichen News von Deutschlandradio gestartet. Und jetzt kann das Skript auch einblenden: Nach dem Wortelement fadet es den Stream, den Du davor gehört hast, sanft wieder ein. Und sollte das Quellfile des Wortelements nicht existieren, geht’s einfach mit dem Stream weiter („try… end try“ is your friend).

DIE ZEIT hat’s vom Einfluss des Internet als Verbreitungsvektor für „Fernsehen“ auf das Medium, die Individuen und die Gesellschaft im Ganzen.

Immer noch werden einige Sendungen ein Millionenpublikum begeistern, aber ihre Zahl wird abnehmen. Denn jeder, der will, kann sich ausufernd, wenn nicht sogar ausschließlich mit Stars und Fernsehwelten umgeben, die ihn bestätigen. Und viele werden diese Option wohl wahrnehmen. »Damit wird man seltener entdecken, was man nicht kennt«, erwartet Peter Winterhoff-Spurk, Professor für Medienpsychologie in Saarbrücken. »Und das führt zu einem Horizontverlust.«
War das Fernsehen in seinen Anfängen ein Tor zur Welt, lockt das Medium nun in die Nische. Bei der Unterhaltung genauso wie bei der Information. »Die Digitalisierung bringt mehr Freiheit für den Konsumenten. Aber gleichzeitig ist es ein Rückzug, mit dem ein Stück Demokratiekultur verloren geht«, sagt der Philosoph und frühere Kulturstaatssekretär Julian Nida-Rümelin. »Respekt und Fairness vor der Leistung des Andersdenkenden wird uns im deutschen Leitmedium immer seltener abverlangt werden.«

Und am Schluss ist mal wieder klar: Fernsehen macht doof!

Nur – nicht jeder Zuschauer wird die große Freiheit nutzen, um sich zu bilden. Die andere Seite des Extrems sind Unterhaltungsdauerschauer. Von einer »Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten« bei heranwachsenden Vielsehern spricht Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie der Universitätsklinik in Ulm. Zwei neue Langzeitstudien aus den USA und Neuseeland haben eine große Gruppe von Kindern und Jugendlichen über Jahre begleitet. Zu den »Vielsehern« gehörte dabei, wer mehr als drei Stunden täglich fernschaute. In Deutschland liegt der durchschnittliche Wert derzeit bei anderteinhalb Stunden, und insofern geht es fraglos um eine Minderheit. Aber diese Minderheit wächst, wenn insgesamt mehr TV konsumiert wird.
Die Studien zeigen auf frappierende Weise den Zusammenhang zwischen ausuferndem Fernsehen und dem später erreichten Bildungsniveau der Zuschauer. Sie weisen statistisch nach, dass »die Zahl der Hochschulabsolventen unter denen, die wenig fernschauen, viermal so hoch ist wie unter den Vielsehern«, sagt Spitzer. Der Fernseheffekt treffe alle Gruppen, doch den größten negativen Einfluss erreiche das Medium bei Kindern »mit mittlerem Intelligenzniveau«. Mit anderen Worten: Hoher Fernsehkonsum kann Dumme dumm halten – und mittelmäßig Begabte dumm machen.

Nur: Dass anforderungsloses Treibenlassen im Strom des traditionellen Broadcast-TVs (= couch potatoe) dieselben Folgen hat wie Rosinenpicken mittels on-demand IP-TV (= support your favorite Video-Podcast!), scheint mir nicht belegt und insofern eine anzweifelbare Behauptung. Und was, wenn es dereinst – analog zu last.fm – ein „last.tv“ gibt? Hoffentlich kommmt das. Den Tüftlern dort trau ich alles zu!

radiolab @ sourceforge

Mai 20, 2006

So, wie die Grossen… Jetzt haben wir bei sourceforge ein eigenes Projekt mit Speicherplatz für Files etc. à discrétion.

Und noch eins: Dieses Applescript versteht nun beliebige Streams, nicht „nur“ last.fm. Sprich: Du kannst x-einen Stream am Hören sein mit iTunes, wenn in iCal ein Alarm losgeht im Kalender namens „last.drs“ und als dessen „Erinnerung“ dieses Skript (am besten mit 0 Min. Vorlauf) definiert ist, dann blendet es den laufenden Stream aus und spielt die zur Alarmzeit aktuellste verfügbare Ausgabe der Sendung aus dem Podcast-Angebot von SR DRS ab, die im Titel des Events steht (derzeit: kontext, reflexe, echoderzeit, heutemorgen). Ist die Sendung fertig, oder drückst Du bei iTunes auf stop, wechselt das Script wieder zurück zu dem Stream, den Du vorher am Hören warst. Ein weiterer Alpha-Release aus dem Hause radiolab… Wir bleiben dran.
So sähe übrigens iCal ungefähr aus bei jemandem, der mit diesem Script um 10:45 am Montag „kontext“ hören möchte:
kontext ical

one more

Mai 16, 2006

Voilà, das universale „Proglet-Script“, bei dem der Titel des Events bestimmt, welche Sendung zu dem Zeitpunkt kommt, wenn dieses Applescript als Erinnerung gestartet wird. Nicht vergessen: Keinen Vorlauf angeben, resp. auf 0 setzen! Und: Der Kalender, in dem die Events sind mit diesem Skript dran, der muss „last.drs“ heissen. Noch so ein alpha-Release aus dem Hause radiolab…

Next try

Mai 16, 2006

Das ist das Applescript für die Morgeninfosendung „Heute Morgen“. Etwas unbefriedigend: Für jede Sendung ein eigenes Skript! In der nächsten Version muss das ein einziges sein, das selber merkt, wie der Event heisst, für dessen Alarm es zuständig ist und die Ziel-URL entsprechend zusammensetzt. Dann müssen lediglich die Events die Namen der Sendungen tragen: reflexe, kontext, echoderzeit, heutemorgen etc. Kommt Zeit, kommt Skript.

First try

Mai 15, 2006

Wer den lastfmproxy installiert hat kann mit diesem Applescript aus dem Hause radiolab im last.fm-Musikstrom per iCal automatisch dann das jeweils aktuellste verfügbare Echo der Zeit von SR DRS auftauchen lassen, wann er will. Dasselbe hier für die Sendung „Reflexe“. Und da für Kontext. Die Skripte nutzen aus, dass iCal Programme und Scripte timen kann. Wie das geht, steht bei Apple. iCal sähe dann für jemanden so aus, der um 11 das Echo vom Vorabend hört, um 17 Uhr Kontext und um 18 Uhr Reflexe:
ical dummy
Dass die -> Proglets jeden Tag an derselben Stelle positioniert sind, ist zufällig. Müssen sie natürlich nicht sein.